Lamborghini Miura: Der Urvater der Supersportwagen
Kaum ein anderes Modell verkörpert die Geburtsstunde einer Fahrzeugkategorie so unmissverständlich wie der Lamborghini (Lamborghini) Miura für den Supersportwagen. Innovativ, exotisch, vom Motorsport inspiriert und unerreichbar begehrenswert – er gilt als der Urvater dieses faszinierenden Fahrzeugtyps.
In der neuen „Evo Eras“-Reihe verfolgen wir die Entwicklung der Supersportwagen über die Jahrzehnte. Obwohl auch andere Modelle eine wichtige Rolle in dieser Gattung spielten, gebührt dem Miura zweifellos der Titel des ersten Supersportwagens. Seine beeindruckende Konstruktion und sein Layout verdienten eine umfassende fotografische Aufbereitung, wie sie Dean Smith für die „Evo Anatomy“-Serie umgesetzt hat.
Die Ausgabe 346 des Magazins Evo blickt buchstäblich unter die Karosserie des Miura. Was heute eine zeitlose Ikone darstellt, war einst ein Nebenprojekt seiner Schöpfer, die ihren Chef von einer Rennsport-Beteiligung überzeugen wollten. Der Miura sollte das einzige Modell in seiner Baureihe bleiben, dessen von Bizzarrini entworfener V12-Motor quer eingebaut wurde – eine Anleihe am Prinzip des ursprünglichen Mini.
Das Fahrgestell, in dem der V12-Motor Platz fand, war das Werk dreier junger Ingenieure, deren Namen jedem Enthusiasten bekannt sein dürften: Giampaolo Dallara, Bob Wallace und Paolo Stanzani. Alle waren zu dieser Zeit unter 30 Jahre alt. Den letzten Schliff erhielt der Miura durch sein Erscheinungsbild, für das er wohl am meisten bewundert wird. Dafür zeichnete der junge Marcello Gandini verantwortlich.
Nachfolgend ein Auszug aus John Barkers Artikel in der Evo-Ausgabe 346, die weiterhin online oder im Zeitschriftenhandel erhältlich ist:
Barker erklärte, das gesamte Miura-Projekt sei in atemberaubendem Tempo umgesetzt worden, von den ersten Überlegungen im Jahr 1964 bis zur Auslieferung des ersten Kundenfahrzeugs am 29. Dezember 1966. Frühe Kunden seien dadurch unbewusst zu Entwicklungsfahrern geworden. Dies zeige jedoch, wie sehr die Menschen den Miura liebten und wie viel Wohlwollen dem Unternehmen entgegengebracht wurde, da sehr viele Besitzer ihre Fahrzeuge gerne für Überarbeitungen und Aktualisierungen zurückbrachten.
