Hybridautos

Porsche: Neues Patent für Plug-in-Hybrid

Porsche (Porsche) will den Begriff „Hybrid“ endgültig vom Beigeschmack des Kompromisses befreien. Dafür setzt der Sportwagenhersteller auf zwei Elektromotoren, ein Viergang-Automatikgetriebe und einen rein elektrischen Fahrmodus bis 193 km/h.

Offenbar hat Porsche eine Lösung gefunden, um die größte Kritik an Plug-in-Hybriden zu entkräften. Ein kürzlich eingereichtes Patent beschreibt ein Getriebe, das einen Verbrennungsmotor mit zwei Elektromotoren und einer Viergang-Automatik kombiniert. Das kühne Ziel: Das Gefühl der Hilflosigkeit zu beenden, das der Elektromodus bekommt, sobald das Fahrzeug die Stadtgrenzen verlässt und auf die Autobahn fährt.

Der herkömmliche Aufbau eines Plug-in-Hybrids ist meist simpel: Ein Verbrennungsmotor, ein Elektromotor zwischen diesem und dem Getriebe, dann der Antrieb zu den Rädern. Porsche bricht mit dieser Konvention. Ein zweiter Elektromotor sitzt auf der gegenüberliegenden Seite des Getriebes, und die gesamte Drehmomentsteuerung wurde neu konzipiert. Das Ergebnis ist ein rein elektrischer Antrieb bis zu 193 km/h. Für einen Hybrid stellt dies einen Wendepunkt dar: Der Elektromotor ist nicht länger nur ein Modus für Parkplätze und Staus, sondern wird zu einem vollwertigen Antriebsstrang.

Das Viergang-Automatikgetriebe ist dabei kein Relikt vergangener Tage. Es hält die Elektromotoren in ihrem optimalen Arbeitsbereich, steuert das Drehmoment effizienter und schaltet den Verbrennungsmotor bei Bedarf direkt zu. Dies ist kein Stadt-Plug-in-Hybrid, der nach wenigen Minuten Autobahnfahrt an seine Grenzen stößt. Es ist ein Hybrid, der für hohe Geschwindigkeiten konzipiert wurde.

Bedeutet dies nun, dass das System morgen im Panamera, Cayenne oder 911 zu finden sein wird? Nein, ein Patent ist lediglich eine Absichtserklärung und kein fester Plan für die Serienproduktion. Die Richtung ist jedoch klar: Porsche möchte den Verbrennungsmotor dort einsetzen, wo er Emotionalität und Reichweite bietet, und den elektrischen Antrieb von einem umweltfreundlichen Zusatz zu einer echten Quelle für Fahrleistungen machen.

Hier liegt der wirklich interessante Aspekt: Ein Hybrid dieser Art könnte den ewigen Konflikt der Plug-in-Hybride endlich lösen. In der Stadt bietet er die Ruhe des rein elektrischen Fahrens. Auf der Autobahn ermöglicht er echte Geschwindigkeit, ohne dass sich Batterie und Motor gegenseitig beeinträchtigen. Für Porsche ist dies von besonderer Bedeutung, denn ein Porsche-Käufer wird ein Fahrzeug nicht akzeptieren, das Kraftstoff auf Kosten seines Charakters spart.

Das Wichtigste an diesem Patent ist nicht die Anzahl der Motoren. Es ist die Idee einer direkten, ehrlichen Verbindung zur Straße. Porsche scheint den Begriff „Hybrid“ ein für alle Mal von seinem Kompromiss-Image befreien zu wollen.

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James Stephenson

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