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Honda korrigiert Unternehmensstrategie nach Milliardenverlust

Honda (Honda) hat in seinen jüngsten Geschäftszahlen bis Ende März 2026 einen Verlust von fast zwei Milliarden Pfund (rund 2,3 Milliarden Euro) ausgewiesen. Dies veranlasst den Konzern zu einer drastischen Neuausrichtung, um die Marke wieder auf Kurs zu bringen.

Toshihiro Mibe, Direktor und Präsident von Honda, bestätigte, dass der Löwenanteil der Unternehmensverluste auf „die Annullierung der Markteinführung und Entwicklung von EV-Modellen, die für die Produktion in Nordamerika vorgesehen waren [wie die neue Honda 0 Serie]“, zurückzuführen sei. Er kündigte eine Reihe von Maßnahmen an, um die Verluste einzudämmen.

Neuausrichtung der Modellstrategie

Die größte Neuerung ist die nahezu vollständige Aufgabe der Elektrofahrzeug-Pläne. Honda konzentriert sich stattdessen stark auf Hybridmodelle. Im Rahmen seiner Geschäftspräsentation Mitte Mai 2026 stellte Honda nicht nur seine Ergebnisse vor, sondern präsentierte auch zwei Konzeptfahrzeuge, die einen Ausblick auf zukünftige Hybridmodelle geben, die innerhalb der nächsten zwei Jahre auf den Markt kommen sollen. Eines davon ist eine graue, hochbeinige Limousine, die möglicherweise der nächste Accord werden könnte, während das andere ein SUV ist, das unter der Marke Acura angeboten wird.

Darüber hinaus plant Honda, bis zum Ende des Geschäftsjahres am 31. März 2030 weltweit 15 Hybridmodelle der nächsten Generation auf den Markt zu bringen, vor allem in Nordamerika. Dies beinhaltet die Entwicklung einer neuen Hybrid-Plattform für diese Fahrzeuge, die um 30 Prozent effizienter sein soll als die aktuelle. Zudem wird ein Allradantrieb für Hybrid-SUVs vorgestellt.

Fokus auf Kernmärkte und Produktion

Honda hat zudem bestätigt, sich im Rahmen seines Wachstumsplans auf drei „Schwerpunktregionen“ zu konzentrieren: Nordamerika, Japan und Indien. Die Marke will ihre Ressourcen strategisch auf diese drei Bereiche zuteilen. So sind neue Kei-Cars und Hybride für Japan sowie größere Fahrzeuge für den indischen Markt geplant.

Gleichzeitig wird Honda „alle überschüssigen Kapazitäten in seinen Automobilwerken in Ohio umverteilen“. Das Joint-Venture-Werk mit LG wird für die Produktion von Batterien für Hybridfahrzeuge anstatt für Elektroautos umgerüstet.

Strategie für China und Europa

Dennoch wird Honda die Zusammenarbeit mit seinen Partnern in China fortsetzen. Dies geschieht durch die „Stärkung der Produkt- und Kostenwettbewerbsfähigkeit durch den Einsatz lokal beschaffter Standardkomponenten und lokaler Zukunftstechnologien sowie die Einführung von New Energy Vehicles (NEVs) auf Plattformen lokaler Partner“. Dies bedeutet beispielsweise die Bereitstellung weiterer Modelle wie des Insight für den chinesischen Markt, der eine lokale Dongfeng-Plattform nutzt.

Diese Nachrichten gehen weitgehend zulasten Europas. Honda ist in der Region ohnehin eher unbedeutend, und diese Ankündigungen bestätigen, dass die Marke dort weiterhin eine untergeordnete Rolle spielen wird. Tatsächlich gibt es in der Geschäftspräsentation 2026 keine einzige Erwähnung Europas.

Ziel: Rückkehr zur Profitabilität

All diese Maßnahmen sollen die Marke wieder in die Gewinnzone führen. Honda prognostiziert, dass diese Schritte helfen werden, die „Verluste im Elektrofahrzeugbereich“ zu beheben, und strebt an, bis Ende März 2031 einen Rekord-Betriebsgewinn zu erzielen.

Ray

Tesla owner since 2015 and TSLA investor since 2016, this author shares insights on Tesla, electric vehicles (EVs), and the future of sustainable mobility. Covering industry trends, ownership experience, and emerging technologies, the content delivers clear, informed perspectives for EV enthusiasts and investors alike.