Czinger 21C: Der 3D-gedruckte Hypercar setzt auf Technologie
Der neue Czinger (Czinger) 21C in rotem Carbon zeigt die Richtung der Automobil-Spitzenklasse auf: Hypercars messen sich heute nicht mehr nur an Motorleistung und Beschleunigung, sondern auch an ihrer Fertigungsweise. Czinger nutzt den 21C erneut als Vorzeigemodell für Technologie und Geschwindigkeit. Das jüngste Exemplar in rotem Carbon wirkt wie ein Konzeptfahrzeug, doch hinter seiner markanten Karosserie verbirgt sich eines der außergewöhnlichsten Fertigungskonzepte in der Welt der Hypercars.
Der 21C entsteht nicht nach der üblichen Bauweise eines Carbon-Monocoques mit zahlreichen Zulieferern. Die Muttergesellschaft Divergent Technologies setzt auf additive Fertigung: Algorithmen entwerfen Teile der Strukturelemente, die anschließend aus Metall gedruckt und mit einem Carbon-Passagiercockpit verbunden werden. Das Fahrzeug besteht aus Hunderten von 3D-gedruckten Komponenten, die zu Dutzenden von Baugruppen zusammengefügt sind. Aus diesem Grund wirken die Fahrwerkskomponenten und Hilfsrahmen beinahe organisch – eher wie Knochen als klassische Fahrzeugteile.
Einzigartiges Fertigungskonzept und Antriebsstrang
Der Antriebsstrang ist ebenso beeindruckend. Im Czinger 21C arbeitet ein 2,88 Liter großer V8-Biturbomotor, der mit zwei Elektromotoren an der Vorderachse gekoppelt ist. Frühere Versionen leisteten rund 1.250 PS, während die Blackbird-Variante bis zu 1.350 PS bereitstellt. Je nach Ausstattungsvariante kann der 21C als rennstreckenorientiertes Modell mit großem Heckflügel oder als schnellerer V Max mit verlängertem Heck und reduziertem Luftwiderstand konfiguriert werden. Der Sprint von 0 auf 100 km/h dauert etwa 1,9 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit des V Max wird mit 407 km/h angegeben.
Das rote Carbon ist hier mehr als nur eine Farbe. Im Segment der Hypercars wünschen sich Käufer, die 2 bis 3 Millionen Euro ausgeben, nicht mehr nur das schnellste Auto. Sie suchen ein Fahrzeug, das unverwechselbar ist und nicht mit einem Ferrari (Ferrari), Lamborghini (Lamborghini), McLaren (McLaren) oder Bugatti (Bugatti) verwechselt werden kann. Czinger bietet hier überzeugende Argumente: einen zentralen Fahrersitz, eine Tandem-Passagierposition, eine Flugzeug-ähnliche Silhouette und eine Fertigungstechnologie, die von Wettbewerbern nicht ohne Weiteres kopiert werden kann.
Preis und Alleinstellungsmerkmal
Der Preis entspricht dieser Exklusivität. Der 21C und der 21C V Max starten bei rund 2,36 Millionen Euro. Mit Sonderausstattungen und individuellen Ausführungen steigen die tatsächlich gezahlten Preise, wie die US-Presse berichtet, oft auf 2,7 bis 2,8 Millionen Euro. Zum Vergleich: Modelle wie der Bugatti Tourbillon und der Koenigsegg (Koenigsegg) Jesko bewegen sich in einer ähnlichen Liga der Seltenheit, doch Czinger bietet eine andere Art von Exklusivität – nicht die Markenhistorie, sondern die Art und Weise, wie das Fahrzeug gefertigt wird.
Es gibt jedoch auch eine Schwachstelle. Czinger fehlt noch die historische Bedeutung und die jahrzehntelange Tradition von Ferrari, McLaren oder Bugatti. Käufer investieren daher nicht in eine lange Reihe von Rennerfolgen oder eine sichere Wertanlage, sondern in eine technologische Wette. Bleibt der 21C eine seltene Ingenieurs-Ikone, werden solche Fahrzeuge ihren Wert behalten. Sollte sich die Marke nicht etablieren, birgt ihre Geschichte größere Risiken.
Genau deshalb ist der rote 21C von Interesse – nicht als bloße Sonderfarbe, sondern als Zeichen für die zukünftige Ausrichtung der Automobil-Spitzenklasse: Hypercars konkurrieren nicht mehr ausschließlich mit Motorleistung und Beschleunigung. Die Art und Weise, wie das Fahrzeug entsteht, ist heute entscheidend, und bei Czinger scheint diese Fertigungsmethode beinahe wichtiger als die Farbe der Karosserie.
Der Nichols (Nichols) N1A ist ein britischer V8-Roadster, der 700 PS leistet und weniger als 900 Kilogramm wiegt. Das Fahrzeug verzichtet zudem vollständig auf elektronische Fahrhilfen und verspricht somit ein puristisches Fahrerlebnis.
