General Motors überdenkt Entwicklung großer Elektrofahrzeuge
General Motors setzt Berichten zufolge die Entwicklung seiner Elektrofahrzeuge der nächsten Generation aus, insbesondere bei den großen Pick-ups. Dies geschieht nach fast zwölf Monaten Produktionsverzögerungen im spezialisierten Werk des Automobilherstellers für Elektro-Lkw, was Behauptungen stützt, GM wolle sich von Elektrofahrzeugen abwenden. Allerdings deutete der Konzern an, dass die Situation nicht so einfach ist.
Die Nachricht, dass das Unternehmen die Entwicklung von Modellen wie dem GMC Hummer EV und dem Chevrolet Silverado EV auf unbestimmte Zeit verzögere, stammt von der Fachpublikation Automotive News. Das Blatt berief sich auf zahlreiche Brancheninsider, die erklärten, Lieferanten sei mitgeteilt worden, das Programm werde verschoben. Dies beträfe mutmaßlich überarbeitete Versionen des vollelektrischen GMC Hummer, GMC Sierra, Cadillac Escalade IQ und Chevrolet Silverado.
GM hat jedoch seither klargestellt, dass nichts gestrichen oder auf unbestimmte Zeit verzögert wurde – zumindest nicht offiziell. Der Automobilhersteller erklärte, das Unternehmen bleibe der Elektrofahrzeugstrategie als Teil seiner langfristigen Ausrichtung verpflichtet.
Hintergründe der Verzögerungen und GMs Strategie
Auch wenn wir einige der „fortschrittlichen Technologien“, die General Motors in jüngster Zeit verfolgt, nicht unbedingt für erstklassig halten, war das Unternehmen stets ziemlich offen bezüglich seiner Aktivitäten. Es war einer der ersten Automobilhersteller, der öffentlich seine Gewinnmotive für die Einführung von In-Car-Marktplätzen und Konnektivitätsfunktionen bestätigte. Zudem gehört es zu den wenigen Herstellern, die ein vielfältiges Angebot an Elektrofahrzeugen anbieten, darunter auch Einstiegsmodelle wie den Chevrolet Bolt.
Dennoch ist es schwer vorstellbar, dass die Führungsebene die Pläne für einige Elektrofahrzeuge nicht zumindest überdacht hätte. Wie bereits erwähnt, wurde die „Factory Zero“ wiederholt stillgelegt, da die Nachfrage nach den größten Elektrofahrzeugen des Automobilherstellers mangelhaft war. Die meisten dieser Modelle sind für eine Modellpflege im Jahr 2028 vorgesehen. Doch diese Bemühungen könnten vergeblich sein, wenn keine Kunden am Kauf interessiert sind.
Automotive News mutmaßte, dass überarbeitete Versionen der großen Elektrofahrzeuge von GM wohl erst 2030 auf den Markt kämen. Damit lägen diese Modelle einige Jahre hinter neuen Benzinvarianten, anstatt dem ursprünglichen Zeitplan zu folgen, die Elektrofahrzeuge sechs bis zwölf Monate später zu veröffentlichen. Einige sollten auch Plug-in-Hybrid-Versionen erhalten, beispielsweise der Chevrolet Silverado, die ihren ursprünglichen Entwicklungszeitplänen folgen sollen.
Angesichts der vielen Ausfallzeiten, die die Factory Zero in den letzten zwölf Monaten erlebt hat, erscheint es plausibel anzunehmen, dass die betroffenen Modelle möglicherweise keine große Zukunft haben. Dennoch scheinen Automobilhersteller merkwürdig darauf bedacht zu sein, teure Elektromodelle anzubieten. Vielleicht geht das Unternehmen davon aus, dass
