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AC Cobra Coupé rückt der Realität näher

Man erinnert sich vielleicht an den Sommer 2024, als AC Cars (AC) die Idee eines Cobra Coupés ins Spiel brachte. Es sollte im Wesentlichen eine Coupé-Version des bestehenden Roadsters sein, die auf demselben Aluminium-Fahrgestell aufbaut. Das Erscheinungsbild, inspiriert vom legendären AC A98 (dem geschlossenen Cobra Coupé, das einst in Le Mans an den Start ging), überzeugte in den damaligen Entwürfen. Das Unternehmen hoffte, die Auslieferungen bereits 2025 beginnen zu können. Doch wie so oft bei britischen Kleinserienherstellern erwies sich dieser Zeitplan als etwas zu optimistisch – möglicherweise verzögert durch die vollen Auftragsbücher des Roadsters oder die Entscheidung, Zenos wiederzubeleben. Nun, im Jahr 2026, nimmt AC einen zweiten Anlauf für die Präsentation.

Doch es gibt kaum Grund zur Klage. Wenn es heutzutage um Coupés mit V8-Antrieb geht, ist später definitiv besser als nie – und der neue, dreidimensionale Prototyp lässt viele weitere Gründe zur Freude erkennen, dass AC das erste Cobra Coupé überhaupt in Serie bringen wird. So löst die neue Kohlefaserkarosserie, die nach der Übernahme des Zulieferers nun im eigenen Haus gefertigt wird, das Versprechen der einstigen Pixel-Entwürfe ein. Es ist schwer vorstellbar, dass eine AC Cobra, selbst wenn sie größer als das Originalmodell ausfällt, jemals schlecht aussieht – besonders angesichts vieler unglücklicher Gestaltungsfehler der jüngsten Vergangenheit.

Unter der Karosserie bleibt es weitgehend bei den bereits von AC angekündigten Spezifikationen. Der Newcomer behält den von Ford stammenden 5,0-Liter-V8-Motor, der wahlweise als Saugmotor oder mit Kompressor erhältlich ist. Die Saugvariante liefert 462 PS an die Hinterräder, gekoppelt an ein Sechsgang-Schaltgetriebe oder eine Zehngang-Automatik und ein konventionelles Sperrdifferenzial. Mit Kompressor steigt die Leistung auf 740 PS, hier über ein Torsen-Differenzial. Zudem ist erneut eine auf 99 Exemplare limitierte Clubsport Edition geplant, deren Motorleistung auf 821 PS angehoben wird. Angesichts eines angestrebten Leergewichts von unter 1.600 kg dürfte dies für reichlich Fahrleistungen sorgen.

Letztlich strebt das Unternehmen jedoch an, mehr Fahrzeuge zu bauen, nicht weniger. Alan Lubinsky, der Vorsitzende von AC, erklärte, er betrachte das Cobra Coupé als das erste echte Volumenmodell der Marke, basierend auf dem potenziellen Interesse aus Überseemärkten. Es soll als Katalysator dienen, um die Jahresproduktion von AC auf über 1.000 Einheiten zu steigern. Da dies den Bau einer neuen Fabrik in Großbritannien erfordern würde (die aktuelle Produktion von AC erfolgt teilweise in Deutschland), handelt es sich wohl eher um eine langfristige Vision als um ein kurzfristiges Ziel – doch der Ehrgeiz ist dennoch bewundernswert. Insbesondere, da das Cobra Coupé voraussichtlich ab rund 470.000 Euro kosten wird. Wenn alles nach Plan läuft, rechnet das Unternehmen damit, die Fertigung des Newcomers im kommenden Jahr zu beginnen, bevor die ersten Kundenfahrzeuge 2028 ausgeliefert werden.

Ray

Tesla owner since 2015 and TSLA investor since 2016, this author shares insights on Tesla, electric vehicles (EVs), and the future of sustainable mobility. Covering industry trends, ownership experience, and emerging technologies, the content delivers clear, informed perspectives for EV enthusiasts and investors alike.