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Honda CRX als Elektroauto: Ein Relikt der DIY-Ära auf dem Schrottplatz

Elektroautos begannen nicht erst mit Tesla (Tesla). Schon vor einem Jahrhundert konkurrierten Elektromotoren mit Verbrennungs- und Dampfantrieben um die Vorherrschaft im Fahrzeugbau. Sie unterlagen zwar, doch das bedeutete nicht das Ende für Motoren und Batterien. Manche Enthusiasten nutzten verfügbare Teile, um ihre eigenen Elektrofahrzeuge zu bauen. Dies scheint die Geschichte hinter diesem Honda (Honda) CRX der ersten Generation zu sein, den ein Freund des Magazins „The Drive“ auf einem Schrottplatz („Pick Your Part“) in Chula Vista, Kalifornien, entdeckte.

Der nun verrostete CRX trägt außen auffällige E-Auto-Aufkleber, darunter einen – leider immer noch aktuellen – Hinweis auf hohe Benzinpreise. Im Innenraum finden sich zahlreiche Eigenkonstruktionen. Das Batteriepaket ist hinter den Sitzen montiert, die Steuerelektronik ist in jedem freien Raum untergebracht. Das Bordladegerät, ein K&W BC-20, sitzt direkt vor dem hinteren Radkasten auf der Fahrerseite. Eine schnelle Forensuche zeigt, dass dieses Ladegerät bei Eigenbau-Umbauten beliebt war, was zusätzlich darauf hindeutet, dass es sich hier nicht um einen Werks- oder kommerziellen Umbau handelte.

Vor dem 21. Jahrhundert und dem wiedererwachten Interesse der Automobilhersteller spezialisierten sich mehrere Firmen auf Elektroauto-Umbauten. Die Electric Vehicle Association (EVA) verkaufte beispielsweise umgebaute Ford (Ford) Fairmonts an die Bundesregierung. Ein Sears XDH-1, ein elektrisch umgebauter Fiat (Fiat) 128, der über Kaufhäuser von Sears vertrieben wurde, war das erste Elektrofahrzeug, das Pikes Peak bezwang. Von einem kommerziell erhältlichen CRX-Umbau ist uns jedoch nichts bekannt.

Laut einer auf der globalen Website des Unternehmens veröffentlichten Historie baute Honda selbst einen Elektrofahrzeug-Prototyp auf Basis des CRX der zweiten Generation. Dies war im Grunde ein Einarbeitungsprojekt für das 1988 gegründete erste Entwicklungsteam für Elektrofahrzeuge des Automobilherstellers. Dieses Fahrzeug verfügte über einen einzelnen Elektromotor mit lediglich 26 PS sowie eine Aluminiumkarosserie und Acrylfenster, um das Gewicht zu minimieren. Die gewonnenen Erkenntnisse bildeten die Grundlage für den Honda EV Plus, einen winzigen Kompaktwagen, den Honda in den 1990er Jahren produzierte, um Kaliforniens Vorschriften für emissionsfreie Fahrzeuge zu erfüllen.

Honda zeigte jedoch mehr Interesse an anderen Antriebstechnologien. Anstatt einen Elektrofahrzeug der zweiten Generation zu entwickeln, nutzte der Konzern die übrig gebliebenen EV Plus-Chassis für die erste Serie seiner FCX-Brennstoffzellenfahrzeuge. Wasserstoff und Hybridtechnologien blieben im Fokus, auch als der Tesla Model S und der Nissan (Nissan) Leaf zeigten, dass ein modernes batterieelektrisches Fahrzeug in nennenswerter Größenordnung machbar war.

Der Widerstand gegen Elektrofahrzeuge schien mit der geplanten Einführung der Honda 0 Series endlich zu schwinden. Doch diese potenziell wegweisende Familie von Elektrofahrzeugen wurde für den US-amerikanischen Markt gestrichen. Honda betonte schnell, dass es politisch gesehen nicht der beste Zeitpunkt sei, Elektroautos im „Land der Freien“ zu verkaufen. Doch dieser CRX – ein Relikt aus einer Zeit vor öffentlichen Ladesäulen und Lithium-Ionen-Batterien – zeigt, dass es immer engagierte Elektroauto-Enthusiasten geben wird.

Sawyer Merit

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